
Man kann behaupten der Wunsch in die Bäume zu klettern ist ein menschlicher Urinstinkt. Der Spielplatz „[vom] bodenlos“ greift diesen Antrieb auf und trägt die kindliche Aktivität in die Baumkronen. An diesem Ort wird der Boden nicht mehr berührt! Man bewegt sich kletternd, balancierend, schwebend, schwingend. Im Mittelpunkt stehen dabei Netzkonstruktionen, die von den Bäumen selbst getragen werden. Eine Innovation.
Von der ersten Idee an, sollten die vorhandenen Bäume in die Netzlandschaft einbezogen werden. Zusätzliche Stützen als Tragwerk der Netzstruktur hätten das Bild eines in den Bäumen schwebenden Netzes geschwächt - die Stämme selbst sollten das Netz tragen. So schlicht dieses Konzept klingt, stellt es technisch eine Innovation dar: Die Bäume werden zum Teil des statischen Systems und müssen in dieser Hinsicht vorab beurteilt werden. Das Wissen um statische Funktionsweisen im „Bauwerk Baum“ und die Verlässlichkeit empirisch bzw. im Versuch ermittelter Aussagen zur Baumstatik hat heute einen Stand erreicht, der sichere Aussagen zur Aufnahme von Lasten durch Bäume ermöglicht. Damit ist die dauerhafte Einbeziehung von Bäumen in Bauwerke machbar und nicht zuletzt genehmigungsfähig.