
Am Potsdamer Platz wurden von DaimlerChrysler umfangreiche
Regenwasserbewirtschaftungsmaßnahmen für
das Areal geplant und ausgeführt. Planerisches
Entwicklungsziel war eine Form der Regenwasserbewirtschaftung
zu finden, bei der das Element Wasser auf dem Areal
verbleibt, genutzt wird und dabei einen hohen ästhetischen
und ökologischen Stellenwert erhält. Diese
Regenwasserbewirtschaftungskonzeption war zur Zeit
der Planung 1994 ohne Vorbild. Die Entwicklung der
Konzeption, die technische Planung und Ausschreibung
der Bauleistungen erfolgte durch das Atelier Dreiseitl
in Überlingen.
Die Projektleitung in Berlin und Bauleitung vor Ort
übernahm Landschaftsarchitekt Peter Hausdorf.
Die Realisierung erfolgte innerhalb von 2 Jahren parallel
zur Errichtung des gesamten Areals. Das Urbane Gewässer
besteht aus 4 Abschnitten, die über eine zentrale
Wassertechnik miteinander verbunden sind. Von dort
wird die Einspeisung aus den Zisternen und Umwälzung
des Regenwassers gesteuert. Das Wasser wird mittels
Filtration durch schilfbestandene Biotope gereinigt.
Innerhalb von drei Tagen kann das Wasservolumen von
12.000 m3 ausgetauscht werden. Die Abdichtung der
Gewässer erfolgte mittels einer doppellagigen
PE-HD-Folie. Zwischen die Abdichtungslagen wurde ein
Monitoring-System zur Überwachung der Abdichtung
eingebaut. Die Randeinfassung besteht aus Gebharzer
Granit. Das Urbane Gewässer ist zudem Plattform
für Plastiken der Künstler Marc di Suvero,
Keith Haring, Robert Rauschenberg und Jeff Koons.